Review: Doug Tuttle – Peace Potato

Der Psych-Folker Doug Tuttle begibt sich mit seinem dritten Album auf die Spuren von George Harrison.

Doug Tuttle hat sein drittes Album „Peace Potato“ (Trouble in Mind) komplett alleine eingespielt und zudem in seinem eigenen Studio aufgenommen. Fehlt da dann vielleicht das Korrektiv einer außenstehenden Person, möchte man fragen. Tatsächlich ist die Platte in sehr viele Fragmente zerlegt, was aber im Pressetext sogar noch herausgehoben wird. Ist also beabsichtigt gewesen.

Musikalisch setzt Doug Tuttle seine Reise fort. Vernebelter, mystischer Psych Folk wird geboten, deutliche Erinnerungen an George Harrison werden wach. 15 Songs wurden auf „Peace Potato“ gepackt, dabei wird nur selten die 3-Minuten-Marke geknackt. Somit bleibt die Platte handlich und abwechslungsreich.

Der Einstieg „Bait The Sun“ bietet etwa sonnigen Sixties Psych, während „Don’t Worry“ melancholischere Züge hat. „Home Again“ ist verträumt und bei „Only In A Dream“ schleichen sich Country-Gitarre und Orgel ein. Fast schon Highlight des Albums: „Life Boat“ ist ein vertripptes Instrumentalstück. Mit dem Titelstück zeigt Tuttle, was er an der Gitarre kann.

Wenn dann die Schlussnummer „You Have Begun“ langsam ausfadet, wandert der Finger unweigerlich zur Repeat-Taste. Das Album hat einem Versatzstücke hingeworfen, bei denen man das Gefühl hat, noch nicht alles aufgearbeitet zu haben.

Fazit: Ein verträumtes, sonniges, teils melancholisches Psych-Folk-Album, das einzigartig schön ist und trotz der Schlichtheit auch viel Tiefe bietet.