Review: Dopey’s Robe – Who And When Is Stephen Networks?

Dopey’s Robe haben den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Psych auf ihrem neuen Album zusammengefasst. Sie machen das meisterlich.

Die neue Platte von Dopey’s Robe hat den fantastischen Namen „Who And When Is Stephen Networks?“ und ist die bereits dritte Veröffentlichung der Band aus Vancouver im Jahre 2017. Wenn man sich die einzelnen Releases anhört, zeigt sich eine für diesen kurzen Zeitraum beachtliche Entwicklung. Das selbstbetitelte Debüt war noch recht roh, die darauf folgende Single vielleicht noch etwas zu straight.

Auf „Who And When Is Stephen Networks?“ haben wir nun ausgefeilte und toll produzierte Songs. Plus eine Zusammenfassung, was gerade der Status Quo in Sachen Psych ist. Denn die Band beherrscht alle angesagten Stile in diesem Genre. Da ist der proggige King Gizzard-Psych, der stolpernde Oh Sees-Psych, der garagige Ty Segall-Psych, der wuchtige Black Angels-Psych und der surfige Heaters-Psych.

Diese Motive werden schön auf das Album verteilt. Den Oh Sees und King Gizzard & The Lizard Wizard begegnen wir bereits im atemlosen Eröffnungstrack „Jesus Freaks“. Mit „21st Century“ gibt es dann einen abgeranzten Ohrwum. „Convesation“ ist fies und fuzzy.

Dann betreten wir driftende Sphären mit „Alexandra“ und „Below The Robe“, welches zudem großartige Classic-Rock-Gitarren anbietet. Sehr viel Reverb finden wir auf „Rag-Man“. Mit „Koward Kat“ und „Sunset Gag“ wird uns Ty Segall in Erinnerung gerufen.

Zum Abschluss gibt es drei hervorragende Surf-Psych-Nummern, die ausufernd, zurückgelehnt und mitreißend ausfallen.

Aktuell gibt es die Platte nur digital, Anfang nächsten Jahres wird dann die Vinyl nachgereicht.

Fazit: Nicht eine Sekunde ist verschwendet. Eine unfassbar gute Platte.