Review: Dommengang – No Keys

Wir fahren entspannt durch die kalifornische Wüste. Aus dem Autoradio kommt psychiger Blues Rock der zurückgelehnten Art.

Das neue Album von Dommengang soll laut Band eine Fahrt in tiefer Nacht durch die kalifornische Wüste simulieren. Dabei gerät der Trip auf „No Keys“ (Thrill Jockey) unaufgeregt. Wir bleiben nicht mit einem Platten liegen, es nähern sich keine seltsamen Gestalten und uns gehen nicht die Grasvorräte aus.

Das Trio kommt aus Kalifornien, weiß, wie staubiger Psych Rock zu spielen ist. Das zeigen sie hier perfekt. Das Werk ist sehr tight von Tim Green (u.a. The Nation Of Ulysses), ufert aber dennoch gerne aus.

Nur selten poltert es, es dominieren die entspannten Töne. „Sunny Day Flooding“ bildet da eine Ausnahme. Die Anfangsnummer schleift „I Wanna Be Your Dog“ durch den Wüstensand. Auch „Earth Blues“ beginnt mächtig, bricht aber schnell ab und driftet dahin.

Kurz fühlen wir uns auf „Wild Wash“ an Fu Manchu erinnert, doch eskaliert hier nichts. Mit die beste Nummer ist „Stir The Sea“, die richtig fett daherkommt und tollen Fuzz auspackt. Weiters sehr cool: Das groovende „Jerusalem Cricket“, das Camilla Saufly-Mitchell von Golden Void featured. Zum Abschluss gibt es staubtrockenen Blues auf „Happy Death (Her Blues II)“ mit Adam Parks (Timber Rattle) an der Orgel.

Fazit: Das Auto vollgetankt, Vorräte aufgestockt und dann dieses Tape eingelegt. Kann nichts mehr passieren.

8.4

8.4/10
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