Review: DMBQ – Keenly

Nach über zehn Jahren kehrt die Heavy Psych-Band aus Japan mit einem enormen Werk zurück.

DMBQ (Dynamite Masters Blue Quartet) waren von Anfang der 1990er bis Mitte der 2000er aktiv. Danach wurde es ruhig um die Band. Nun kehren sie als Trio mit der neuen Platte „Keenly“ (God? Records) zurück.

Bei DMBQ dominierte schon immer die Wucht. Das „heavy“ in Heavy Psych gehört unterstrichen. Dazu pflegten die Japaner einen Hang zum experimentellen Jam. Shinji Masuko brachte von den Boredoms, für die er zuletzt spielte, eine Vorliebe für Effekte mit.

So stören immer wieder unangenehme Geräusche den Flow. Gitarre und Bass werden durch eine Galaxie an Verzerrern geschickt. Es ist ein sehr herausforderndes Werk mit vielen Gesichtern geworden.

„Blue Bird“ eröffnet die Platte mit wuchtigem Psych und ausufernden Soli. Der Song ist sehr roh und heftig, zerfasert in einen Jam. Dann erfolgt ein Bruch. Mit „Alone In The Milky Way“ und „Fitzcaraldo!“ folgen zwei Tracks, die mehr dem Drone zugeneigt sind.

„No Things“, mit das Highlight des Albums, ist bluesig groovend und sehr mächtig. Die Band driftet immer wieder psychig weg. Mit „Thou, Winter Song“ folgt das zwölf Minuten lange Herzstück der Platte. Sehr ambitioniert gehen DMBQ hier zu Werke. Es ist gemächlich, Störgeräusche brechen den Flow, dann bäumt sich die Nummer auf. Vergisst man nicht so schnell.

Shoegaze-Punk gibt es dann auf „So The Word Of Good Spread“, es ist mit der straighteste Moment. Sehr experimentell und bedrohlich wird es auf „When I Was a Fool“, bevor „The Cave and the Light“ das Ende mit hellem Ambient einläutet.

Fazit: Ein Wahnsinn!

8.6

Fazit

8.6/10