Review: Die Nerven – Fake

Quiet Is The New Loud: Ausgefeiltere Songs als auf ihrem neuen Album haben wir von den Noise-Rockern bisher noch nicht gehört.

Bisher wollten Die Nerven für ihre Platten möglichst die Live-Situation im Studio einfangen. Dieser Ansatz änderte sich mit dem vierten Album. „Fake“ (Glitterhouse Records) wurde über einen langen Zeitraum konzipiert, bei den Aufnahmen sehr viel Augenmerk auf Details gelegt.

Man wollte richtige Kompositionen erstellen. „Mit Abstand hat uns kein Album so viel abverlangt wie dieses hier“, heißt es dazu von der Noise-Rock-Band aus Stuttgart. Mit jeder Sekunde spürt man diese Energie, den Schweiß, stellenweise auch die Verzweiflung.

Insgesamt ist die Platte etwas atmosphärischer und ruhiger als die Vorgänger. Die Ausbrüche sind weiterhin da, das Wechselspiel aus Laut und Leise ist auf diesem Release perfektioniert. Die Messer sind nicht stumpf geworden, sie werden nur gezielter eingesetzt.

„Neue Wellen“ ist treibend und tatsächlich angenehm. Auf „Niemals“ ist erstmals ersichtlich, wie ausgefeilt die neuen Songs sind. Eine wahre Freude! Die wütenden Die Nerven melden sich auf „Frei“. Mit „Roter Sand“ haben sie einen eingängigen Hit geschaffen.

Klassischen Noise Rock, voller Inbrunst vorgetragen, erhalten wir auf „Alles falsch“. Auf „Dunst“ treibt der Bass wunderbar an. Auch „Aufgeflogen“ geht gut nach vorne. Der wohl beste Song der Platte ist „Skandinavisches Design“. Er ist driftend und bleibt sofort hängen.

 

Fazit: Die Detailarbeit hat sich ausgezahlt. Die beste Die Nerven-Platte bisher.

8.5

Fazit

8.5/10
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