Review: Death Valley Girls – Darkness Rains

Die Garage Psych-Band nimmt auf der neuen Platte etwas Tempo raus. Der Sound bleibt einnehmend.

Die Death Valley Girls absolvierten mit dem 2016er „Glow In The Dark“ einen glatten Durchbruch. Sie avancierten zur Haus- und Hofband von Roky Erickson und konnten für einen Videoclip sogar Iggy Pop gewinnen. Das Video entstammt dem neuen Album „Darkness Rains“ (Suicide Squeeze Records) der Band aus Los Angeles.

Die wachsende Popularität hat wohl dafür gesorgt, dass sich nun einige Gäste auf der Platte tummeln. Glenn Brigman (Triptides) spielt Orgel und Keyboard, Mark Cisneros (Kid Congo, Chain And The Gang) und Sean Salomon (Moaning) sind am Saxofon und Shannon Lay (Feels) fungiert als Gastsängerin.

Die Death Valley Girls bewegen sich etwas weg vom furiosen Garage Rock und öffnen sich driftenden Sounds. Es ist noch nicht ganz der Psych Rock des Roky Erickson, der Weg ist aber nicht mehr weit.

Dies zeigt die hypnotische Schlussnummer, die mehrstimmigen Gesang auf eine dröhnende Soundfläche legt. Wir fühlen uns etwas an Goat erinnert. Oder „Occupation: Ghost Writer“ und „Wear Black“, die auf eine sehr stimmungsvolle Orgel setzen und ausufernd wegdriften.

„More Dead“ eröffnet die Platte kraftvoll und auch auf „(One Less Thing) Before I Die“ erhalten wir ihren Signature-Sound, der aber etwas mehr in Richtung Proto Punk angelegt ist. Auf „Disaster (Is What We’re After)“ sorgt das Saxofon für zusätzlichen Wumms.

Hervorragend ist „Abre Camino“, das mit unheimlichem Synthie-Sound startet und dann wuchtig ausbricht.

Fazit: Halbe Neuerfindung, die genau in die richtige Richtung geht.

8.4

Fazit

8.4/10