Review: Deaf Wish – Lithium Zion

Die Band aus Australien hat mir ihrer fünften Platte das bisher beste Werk abgeliefert.

Das Rohe und Unmittelbare war bei Deaf Wish stets wichtig. Ihr Noise Rock mit Punk-Anstrich konnte in dem Proberaummitschnitt-Kontext am besten funktionieren. Dachte man, aber nun gibt es „Lithium Zion“ (Sub Pop).

Ihre insgesamt fünfte Platte hat eine professionellere Ausrichtung erfahren. Bei der Aufnahme unterstützte etwa Nao Anzai, der zuletzt mit Rolling Blackouts Costal Fever einer weiteren australischen Band zu einem vielbeachteten Album („Hope Downs“) verholfen hat.

Der Sound klingt satter, nuancierter. Und gerade diese kleinen Facetten machen die sonst größtenteils repetitiven Songs aufregender. Wir bewegen uns prinzipiell weiterhin im Noise Rock, der gerne unbequem daherkommt. Jedes Mitglied singt und bringt eine andere Klangfarbe mit ein.

Das träge „Easy“ wird etwa durch den räudigen Garage Punk auf „FFS“ abgelöst. Hier singt Gitarristen Sarah Hardiman und sie macht das verdammt gut. Der Hit der Platte!

Danach gibt es mit „The Rat Is Back“ packenden Noise Rock. „Ox“ legt Spoken Word über hektischen und vertrackten Punk. Nach dem eindringlichen „Deep Blue Cheated“ wird die Atmosphäre etwas aufgelockert.

„Birthday“ ist driftend, „Afraid For You“ beinahe leicht. Auf dem über sechs Minuten langen Abschlussstück „Smoke“ wird kühler Post Punk angeboten.

Fazit: Ein Highlight!

8.4

Fazit

8.4/10