Review: Dead Man’s Eyes – Words of Prey

Die Band aus Köln kann Heavy Rock, aber verloren driftenden Psych noch besser.

„Meet Me In The Desert“ schlugen Dead Man’s Eyes damals vor, als die so betitelte Debüt-EP erschien. Das war schon 2013. Fünf Jahre später gibt es nun den ersten richtigen Longplayer der Band aus Köln. „Words Of Prey“ (Tonzonen Records) heißt der, „Meet Me In The Desert“ hätte aber auch gut gepasst.

War die Debüt-EP noch eher wuchtiger Heavy Psych, geht man nun andere Wege. Bessere Wege. Denn die Band ist dann richtig gut, wenn es etwas ruhiger und gefühlvoller wird. Wie etwa auf dem driftenden „Two Dozen Eyes“, bei dem Western-Atmosphäre aufkommt. Zwischen beschwingt und verloren pendelt dieses großartige Lied.

Der Auftakt ist mit „Radiant Smiles“ noch bluesig und heavy. Schon „Dive“ arbeitet mit ruhigen Momenten. Auf „Be Good“ schleichen wir durch die Wüste auf der Suche nach der nächsten Whiskey-Bar. „What Are You Waiting For“ ist atmosphärisch und jammy.

Wunderbar vertrippten Sixties Psych erhalten wir mit „This Old Place“. Die letzten beiden Nummern sind sehr reduziert. Das verträumte „Robot Sophia (I will marry her)“ und das sanfte „Fire Of My Own“ schließen eine sehr schöne Platte ab.

Fazit: Immer dann hervorragend, wenn es ruhiger wird.

8.1

Fazit

8.1/10