Review: Dead Ghosts – Automatic Changer

Die Psych-Rocker aus Kanada kehren nach längerer Pause mit einer vielseitigen und wundervollen Platte zurück.

Die Dead Ghosts tauchten Anfang der 2010er mit Sixties Psych auf, der sich auf die Spuren der 13th Floor Elevators begab, mit dem Song „Roky Said“ das auch sehr deutlich machten. Ihr Sound enthielt noch etwas mehr Punk und war eine Spur räudiger, diente aber sonst den großen Vorbildern.

Mit „Automatic Changer“ (Burger) erscheint nun das erste Album seit dem 2015er „Love And Death And All The Rest“. In der Zwischenzeit haben die Kanadier ihr Line-Up etwas erweitert. Und auch ihr Soundspektrum. Denn „Automatic Changer“ klingt so vielseitig, wie wir es bisher nicht gewohnt waren.

Den Dead Ghosts gelingt ein großer Wurf. Es geht einmal durch die Psych-Geschichte, unterschiedliche Stile werden bedient und alles fließt dabei großartig ineinander.

„Freak“ startet vertrippt und wild, während „Drugstore Supplies“ angenehm dahintreibt. „Swiping Hubcaps“, einer der vielen Hits, gerät dann wieder etwas versponnener und ist in seiner Coolness unschlagbar.

Zur Mitte der Platte landen wir dann im Wilden Westen, galoppieren mit „You Got Away“ dahin, bekommen staubige Stiefel mit „Turn It Around“, begegnen einem Helden auf „Merle“. Doch schnell geht es zurück in die Acid-Höhle.

„Jerry’s Dead“ wabert verboten, ist ein einziger Rausch. Nach einem längeren Sixties Psych-Zwischenspiel nimmt das abschließende „Say Goodbye“ den Trip wieder auf. Wir haben längst den Boden unter den Füßen verloren.

Fazit: Eine Sixties Psych-Platte, wie sie kaum zu schlagen ist.

9.1

9.1/10
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