Review: David Nance Group – Peaced and Slightly Pulverized

Der Musiker aus Omaha integriert seine Live-Band in den Aufnahmeprozess. Das Ergebnis bewegt sich zwischen Crazy Horse-Jams und wildem Punk.

David Nance hat bisher unzählige Platten vorgelegt und dabei ein Faible für komplette Cover-Alben entwickelt. Für sein neuestes Werk hat er beim Entstehungsprozess seine Live-Band stärker eingebunden. Als David Nance Group legt das Kollektiv nun „Peaced and Slightly Pulverized“ (Trouble In Mind) vor.

Der Albumtitel passt sehr gut zum musikalischen Inhalt. Wir erhalten lange Strecken von ruhigen Jams, die sehr an Crazy Horse erinnern. Wilde Gitarrensoli zerschlagen dann gerne die Soundteppiche.

Kevin Donahue, ein langjähriger Wegbegleiter von Nance ist auf der Platte vertreten. Zudem finden sich Jim Schroeder (Son Ambulance) und Tom May (The Menzingers) im Lineup wieder.

Wir steigen mit fuzzy 1970s Rock auf „Poison“ in die Platte ein. Der Song atmet den Spirit von früher, wir werden leicht nostalgisch. Mit „Ham Sandwich“ folgt ein chaotischer Punk-Track. „110 Blues“ ist sehr psychedelisch. Die Stimme hallt endlos, die Gitarren verlieren sich.

Danach beginnt eine gemächliche Phase mit bis zu acht Minuten langen Songs. „Amethyst“ ufert aus, „In Her Kingdom“ ist sehr gefühlvoll. Gegen Ende wird es lauter und härter. Auch „When I Saw You Last Night“ erhält eine späte Eruption. Mit „Prophet’s Profit“ endet die Platte aufwühlend.

Fazit: Sehr schön komponiertes Jam-Rock-Album.

7.9

Fazit

7.9/10