Review: Daniele Luppi & Parquet Courts – Milano

Der italienische Komponist hat sich dieses Mal mit Parquet Courts und Karen O zusammengetan. Das Ergebnis ist wild und noisig.

2011 malte der Daniele Luppi zusammen mit Danger Mouse auf „Rome“ Widescreen-Flächen im Stile von Ennio Morricone. Die Gäste waren Jack White und Norah Jones, das Resultat tingelte dann aber eher zwischen okay und belanglos. Zusammen mit den Parquet Courts und Karen O hat der italienische Komponist nun ein neues Album aufgenommen.

MILANO“ (Columbia/Century) beschäftigt sich, dem Namen entsprechend, mit der Modewelt und im Speziellen mit der der 1980er. Der Sound wurde dem Thema angepasst. Auf „Rome“ waren es noch Spaghetti-Western-Klänge, jetzt bekommen wir es mit Post Punk und New Wave zu tun.

Dazu passt der psychige Garage Rock der Parquet Courts perfekt. Die Highlights sind aber dann, wenn Karen O auftaucht. Nach dem reduzierten und auf Jangle-Gitarren basierendem „Soul and Cigarette“ geschieht dies mit „Talisa“ zum ersten Mal.

Karen O schlüpft in die Rolle eines Models bei einem Fotoshooting mit Gianni Versace. Auf „Flush“ gibt es klasse Eighties-Chic mit Dissonanz a la Erase Errata. „Pretty Prizes“ ist der große Ohrwurm des Albums. Ein Duett zwischen Andrew Savage und Karen O, die bis dato auf dem Album immer solo unterwegs waren. Hier führen ihre Wege zusammen, bei entspanntem Groove.

Aber auch die Parquet Courty-only Songs haben ihre starken Momente. Wenn etwa „Mount Napoleon“ in einen unerwartet noisigen Refrain mündet. Oder das Post-Punk-Galastück „Memphis Blues Again“, das zum Ende immer schräger wird.

Fazit: Was auf „Rome“ die Eintönigkeit, ist hier die Aufgeregtheit. Hektisches Album, besser als der Vorgänger.

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