Review: Dale Crover – Rat-A-Tat-Tat!

Neues Soloalbum des Melvins-Mitglieds, das sich zwischen Drum-Experimenten und Heavy Rock einfindet.

Dale Crover, Drummer/Bassist der Melvins, legt mit „Rat-A-Tat-Tat!“ (Joyful Noise) sein zweites Soloalbum vor. Es basiert auf experimentellen Drum-Aufnahmen, die quer über die Platte verstreut sind. Dazu gibt es Heavy Rock mit leichter Punkfärbung.

Der Kalifornier hat sich im Unterschied zu seinem ersten Soloversuch, dem 2017er „The Fickle Finger Of Fate“, eine richtige Band in den Rücken gestellt. Dazu wählte er alte Bekannte: Steve McDonald (Redd Kross), Toshi Kasai (Ex-Big Business, Plan D), Mindee Jorgensen (Dangerously Sleazy) und Dan Southwick (Ex-Altamont).

So geraten die „richtigen“ Songs schön wuchtig oder zumindest facettenreich. „I Can’t Help You There“ ist etwa toller Heavy Rock, während „Tougher“ matschig groovet. „Shark Like Overbite“ wirkt im Albumkontext beinahe poppig. Dagegen gerät das brummende „Stumbler“ mit seinen Saxofonklängen sehr arty.

Gefühlvolle Nummern, wie „I’ll Never Say“, gibt es ebenfalls. Alles da, was man so braucht, also. Besonders schön ist das spaceig stampfende „The Bowie Mix“ geworden. Zudem eiert der Blues auf „Untrue Crime“ gar herrlich.

Fazit: Sehr viel versucht, nie wirklich gescheitert.

8.3

8.3/10
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