Review: Daddy Issues – Deep Dream

Grunge mit Fuzz-Gitarren: Die Daddy Issues bedienen mit ihrem zweiten Album Herz und Hirn.

„Fuck You Forever“, so beginnt der Track „In Your Head“ auf dem zweiten Album von Daddy Issues aus Nashville. Eine deutliche Ansage an den Ex und eine Umschreibung, in welche Richtung der Sound auf dem zweiten Album „Deep Dream“ (Infinity Cat) geht. Slackernder Fuzz-Grunge wird geboten, so desillusioniert wie damals die Generation X. Dass wir nicht in den Neunzigern sind merkt man daran, dass Daddy Issues etwas Zucker drüberstreuen und die Hoffnungslosigkeit des Grunge damit etwas aufbrechen.

Auf ihrem Debüt „Can We Still Hang“ buhlten sie um die Aufmerksamkeit des „Blue Haired Boy“, zwei Jahre später sind Herzen gebrochen und Frustrationen bewältigt worden. „I’ve been losing since I lost my virginity“ heißt es etwa bei „I’m Not“. Die Daddy Issues haben sich durch die ersten Erwachsenenprobleme gebissen und verarbeiten diese in klugen Texten.

Dazu gibt es tolle Melodien, manchmal etwas kitschig, wie auf „Mosquito Bite“. Dann wieder etwas noisiger mit Nirvana-Einschlag („Dog Years“). „Locked Out“ ist gar ein Sommerhit für den Skatepark und mit „Boys of Summer“ gibt es ein entschleunigtes Don-Henley-Cover mit Fuzz-Gitarre.

 

Fazit: Das Erwachsenwerden klug und fuzzig abgehandelt. Dazu gibt es unzählige Hits und den Wunsch, wieder kiffend und mit gebrochenem Herzen im Stadtpark zu sitzen.

 

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