Review: Crimen – Silent Animals

Unglaublich viele Ideen haben die Italiener auf ihr Debütalbum gepackt. Die meisten funktionieren.

Rund zehn Jahre hat es gedauert, bis Crimen ihr Debütalbum vorstellen können. Das Trio aus Italien lieferte zuvor EPs und Singles ab, arbeitete schlussendlich beinahe zwei Jahre an „Silent Animals“ (Fuzz Club Records).

Akribisch muss Crimen vorgegangen sein, dies ist zumindest dem Ergebnis zu entnehmen. Die Songs sind unwahrscheinlich ausgefeilt, schwenken immer wieder um, liefern neue Ansätze. Dazu kommt, dass kaum ein Song dem anderen gleicht. Wir erhalten Shoegaze, Kraut Rock, Techno-Sounds, Psych Rock, Noise Punk, usw.

Zu viele Ideen? Möglicherweise, langweilig wird es auf jeden Fall nie. Der Bass wummert, die Stimmung ist allgemein etwas unterkühlt, mindestens aber befremdlich. So richtig wohl fühlen kann man sich mit der Platte nicht.

„Supermarket“ ist so ein Song mit unendlich vielen Richtungen. Er beginnt als funky atemloser Post-Punk-Track, bricht dann in wuchtigen Rock um und wird schließlich zu chaotischem Noise. „Above The Trees (Rockets)“ stampft bedrohlich, wird dann zu einem treibenden Psych-Song.

„Batida“ ist mächtiger Noise Rock, „Flahzz“ vertrippter Hypno-Pop. Das sehr epische „Left Behind“ bietet schleppenden Psych Rock. Sehr experimentell ist die Abschlussnummer „Hit Mania Death“ geraten. Pumpender Noise wird da serviert, der sehr technoid abdriftet.

Fazit: Vielleicht eine Spur zu viel Mischmasch, dennoch ein gutes Album.

7.2

Fazit

7.2/10
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