Review: Cosmonauts – A-OK

Die Cosmonauts nehmen mit ihrem fünften Longplayer „A-OK“ (Burger Records) den Fuß vom Gaspedal und öffnen sich dem Sunshine Pop.

Ungewöhnlich viel Zeit haben sich die Cosmonauts seit dem letzten Album genommen. Normalerweise ließen die Kalifornier maximal ein Jahr zwischen zwei Alben verstreichen, jetzt sind es zwischen Persona Non Grata drei geworden. Offenbar ist dies einer leichten Überarbeitung ihres Sounds geschuldet. Gut, weit entfernt haben sich die Cosmonauts nicht. Früher war reverb-soaked Psych, sehr garagig und treibend, jetzt ist da mehr Sunshine Pop und Synthie drin.

Auf „A-OK“ findet man Punkiges selten, vielleicht am ehesten noch bei „Heavenspeak“ oder „Cruisin'“. Vielmehr lehnt sich die Band zurück und lässt es unangestrengt treiben, das Album klingt also viel mehr nach Kalifornien. Da sind dann Synthies mit dabei und die Songs weisen klassische Song-Strukturen auf. Waren es früher die 13th Floor Elevators, so sind es jetzt eher The Electric Prunes, möchte man 60ies-Parallelen suchen.

Vor allem die Vorab-Single „Party at Sunday“ hätte man so wohl nicht von den Cosmonauts erwarten können. Null Reverb, dafür ein reiner Pop-Song. Das Album fühlt sich als Ganzes richtig an. Es ist durchgängig und weist einen roten Faden auf.

Hier „A-OK“ hören und kaufen!