Review: Cool Ghouls – At George’s Zoo

Die Kalifornier schenken sich zum Zehnjährigen selbst einen bunten Blumenstrauß aus psychedelischen Klängen.

Die Cool Ghouls nahmen sich für ihr neues Album „At George’s Zoo“ (Empty Cellar / Melodic) sehr viel Zeit. Man spielte etwas, entspannte, warf ein paar Steaks auf den Grill und irgendwann war das Werk dann fertig.

Diesen unaufgeregten Ansatz merkt man der Platte deutlich an, ist sie doch weniger garageig, dafür sonniger und melodischer als ihre Vorgänger. „At George’s Zoo“ markiert zudem das zehnjährige Jubiläum einer Band, die ihr San Francisco nicht mehr wiedererkennt. All die coolen Leute und Plätze sind weg, die Cool Ghouls halten aber weiterhin die Stellung.

So schwingt Melancholie mit, in den ansonsten sehr sonnigen Sixties Psych-Stücken. Große Gesten wechseln sich mit straighten Rockern ab. An vielen Stellen fühlt man sich an die Beach Boys erinnert („Surfboard“, „Look In Your Mirror“), andere präsentieren einen Folk Rock-Ansatz („Smoke & Fire“).

Bei aller Gemütlichkeit ist auch Raum für Noise, etwa auf „Flying“, oder schwurbeligen Garage Psych („In Michoacan“). Vielseitig und bunt, so wie San Francisco einmal war.

Fazit: Schön und wehmütig.

Cool Ghouls - At George's Zoo

8.4

8.4/10
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