Review: Contributors – dto.

Spray Paint und Dan Melchior trafen sich in Austin. Das Ergebnis ist düsterer Psych der schabenden Art.

Sowohl Spray Paint als auch Dan Melchior haben einen gewissen Ruf. Sie wissen Experimente zu schätzen und bannen diese gerne oft auf Platte. In Austin trafen sie sich nun und nahmen sich eine Woche Zeit. Sechs Songs sind daraus entstanden, die nun als Contributors veröffentlicht werden. Die Platte erscheint via Monofonus und enthält in der ersten Version handgezeichnete Cover von Dan Melchior.

Die Tracks sind alle sehr ausufernd und haben bei der Laufzeit die sechs Minuten stets im Auge. Wir haben es hier mit sehr düsterem Psych zu tun, bei dem sich immer wieder schabende Geräusche und schräge Synthies melden.

Gemastered wurde die Platte von Mikey Young, den wir erst mit The Living Eyes hatten. Der Sound ist sehr satt und facettenreich geworden und schreit nach einer potenten Soundanlage.

Der Start fällt mit „Airport Girl“ sehr repetitiv, fiepsend und treibend aus. Der Spoken-Word-Gesang auf „It’s a Natural Low“ sorgt für Alpträume, die Störsounds tragen zur unbequemen Atmosphäre bei. „Reef of Regret“ ist beinahe konventionell, während „Clumsy Hands“ sich eher den Experimenten widmet.

Das ausufernde „Lazy“ wird dann vom Schlusstrack „Dome“ abgelöst, der noch einmal düsteren Psych Rock der Extraklasse bietet.

Fazit: Ambitioniertes und handwerklich toll gemachtes Album.