Review: Chickn – Wowsers!

Die Griechen stecken auch auf ihrem zweiten Album hunderte Ideen in ihre Songs. Die meisten gehen auf.

Kaum haben wir uns von dem 2016er-Debüt erholt, kommen CHICKN bereits mit einem neuen Album an. „WOWSERS!“ (Inner Ear) heißt es und das ist genau den Ausruf, den man nach dem Hören auf den Lippen hat.

Ein Vergleich mit King Gizzard & The Lizard Wizard konnte man bereits beim Debüt ziehen, hier ist er noch ausgeprägter. Nur der Bläsereinsatz unterscheidet die Griechen von den Australiern. Ansonsten bewegen sich beide Bands auf demselben Terrain.

CHICKN vermischen unzählige Ideen, tänzeln gekonnt zwischen Psych Rock, Prog, Jazz und Proto-Punk. Dabei fahren sie eine Galaxie an Instrumenten auf. Obwohl die Songs so vollgestopft sind, fühlen sie sich doch leicht und zugänglich an.

Schon „Am I Cher?“ fährt in dreieinhalb Minuten so ziemlich alles auf, was geht. Angenehm treibender Psych schwenkt in Hektik, dann in Euphorie um. „Too Many Parables“ versteckt unter dem großen Durcheinander tolle Melodien.

„I Cry Diamonds“ ist eingängig, dennoch vertrackt. Gegen Ende wird es zwingend und der Ohrwurm entfaltet sich. Mit „Chickn Tribe“ gibt es eine Reprise des gleichnamigen Tracks vom Debüt. Hier ist alles eher funky und jammy.

„Egg of Love“ ist beinahe straighter Rock, „China Must Win“ ein sehr entspannter Track, der mit diversen Breaks irritiert. Nach dem atemlosen „Elevational Love of Frank Zappa“ gibt es mit „Cloud Over Athens“ einen sanften Ausklang.

Fazit: Es steckt so viel in „WOWSERS!“.

7.4

Fazit

7.4/10