Review: Chelsea Wolfe – Hiss Spun

Chelsea Wolfes neues Album lehnt sich bei Doom an. Süße Momente wickelt sie in Stacheldraht ein.

Von der einen Produzentenlegende zur nächsten: Für ihr neues Album „Hiss Spun“ (Sargent House) hat sich Gothic-Metal-Düster-Sängerin Chelsea Wolfe den Converge-Gitarristen Kurt Ballou ins Studio geholt. Während „Abyss“-Produzent John Congleton sehr viele Flächen und Störgeräusche einwob, ist Vieles auf dem Nachfolger klarer. Den Songs wird mehr Raum gewährt sich zu entfalten, auch wenn das Schema sehr ähnlich ist.

So passiert es oft, dass Tracks einen ruhigen Einstieg erhalten, um dann nach einer Zeit die volle Wucht zu entwickeln. „The Culling“, „Twin Fawn“ und „Two Spirit“ funktionieren genau nach diesem Prinzip.

Als Gäste sind Aaron Turner von Isis und Troy Van Leeuwen von den Queens of the Stone Age dabei. Die musikalische Grundlage bieten wieder Ben Chisholm und Jess Gowrie.

Damit ist die gewohnte Qualität gewährleistet. Gesamt schlittert die Platte oft in Richtung Doom, die teils brüchige Stimme erhält aber auch ruhige Momente, in denen sie strahlen kann. Mit „Spun“ schiebt die Platte wuchtig an, dazu gibt es den Sirenengesang. „16 Psyche“ ist etwas zurückhaltender und erinnert an die beinahe vergessenen Black Math Horseman.

Turner darf auf „Vex“ gurgeln und ergänzt damit Chelsea Wolfe gut. Das chaotische „Scrape“ bildet den Abschluss einer etwas zu durchgetaktet wirkenden Platte.

Fazit: Viel gewollt, nicht alles geht auf. Das Grundrezept „Ruhe vs. Ausbruch“ wird zu oft eingesetzt.

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