Review: Chastity Belt – dto.

Die Band aus Seattle ertrinkt im melancholischen Klimper-Rock.

Nach dem 2017er „I Used To Spend So Much Time Alone“ und anschließender Tour beschlossen die Mitglieder von Chastity Belt, mehr Zeit ohne die Bandmitglieder verbringen zu wollen. Julia Shapiro nahm etwa ihr Soloalbum auf, Annie Truscott hatte auf der letzten Jay Som-Platte einen Gastauftritt.

Doch die Pause voneinander dauerte nicht lange. Man fand sich erfrischt im Studio wieder und nahm das selbstbetitelte vierte Album auf, das nun via Hardly Art erschienen ist.

Man wollte die alten Songs spielen, sie mit Neuem ergänzen, heißt es von der Band. Sie nehmen dabei die melancholischen und reduzierten Parts und verdichten sie. Das Tempo ist vorwiegend niedrig, den Songs wird sehr viel Raum zur Entfaltung gegeben.

Zuviel Raum, denn so wirklich zünden will das nicht. Zwischendurch wäre mehr Punch wünschenswert gewesen, das können sie ja doch sehr gut. Das zeigt sich etwa auf „It Takes Time“, bei dem die Gitarre schräger wird. Oder auf dem noisigen Ende von „Pissed Pants“.

Sie können schöne Songs schreiben, sie traurig, dennoch hoffnungsvoll klingen lassen. Dieses Mal übertreibt die Band aus Seattle es aber ein wenig. Die Ermüdung setzt schnell ein.

Fazit: Große Songs, die in Richtung Langeweile tendieren.

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