Review: Chain & The Gang – Experimental Music

Garage-Rock-Legende Ian Svenonius hat für sein neues Chain & The Gang-Album den Detroiter Rock-Underground bearbeitet.

Trotz der Live-Reunion von The Make-Up ist Chain & The Gang das lebendigste Projekt von Ian Svenonius. Einst mit Nation of Ulysses dem Post-Hardcore verschrieben, gibt der begnadete Performer mittlerweile den Garage-Rock-Dandy. Ausleben tut er dies bei Chain & The Gang, die jetzt ein neues Album haben.

Experimental Music“ (Radical Elite Records) heißt es und erscheint damit nur wenige Monate nach der Compilation „Best of Crime Rock“. Die Re-Recordings alter Chain & The Gang-Klassiker in neuer Besetzung auf „Best of Crime Rock“ geben dann ungefähr die Richtung für „Experimental Music“ vor. Es ist leicht verwaschener, rumpelnder Garage Rock, der aber auch Raum für große Posen lässt.

Die „Gang“ ist bei Svenonius niemals fix und wird permanent umstrukturiert, ähnlich dem Ansatz von Mark E. Smith bei The Fall. Aktuell hat Svenonius den Detroiter Underground um sich geschart und Mitglieder von The Gories und Tyvek akquiriert. Der Sound ist dementsprechend so roh wie die MC5 und so sexy wie die The Stooges.

Der Titeltrack führt mit groovigen und lockeren Garage Rock in das Album. „Logic of Night“ kommt etwas mystischer daher, auf „If I Was An Animal“ darf Svenonius den trunkenen Barden auspacken. Es dominieren die dreckigen Punk-Tracks, wie „Come Over“ oder „Temporary Insanity“. Mit „Don’t Make Me Dream“ kommt zudem Tom Waits‘ Bar-Rock hinzu.

Fazit: Toller Garage-Rock, wie ihn sonst nur noch Jon Spencer hinbekommt.