Review: Casper Skulls – Mercy Works

Auf ihrem Debütalbum setzen sich Casper Skulls mit dem Indie-Rock der 1990er auseinander und lehnen sich bei Sonic Youth an.

Das Zwiegespräch zwischen Neil Bednis und Melanie St. Pierre macht das Debütalbum von Casper Skulls aus Toronto zu etwas Besonderem. Auf „Mercy Works“ (Buzz Records) treten sie abwechselnd in Erscheinung und harmonieren dabei so gut, dass es eine wahre Freude ist.

Als Unterlage dient schräger Indie Rock, der sehr oft an eine poppigere Variante von Sonic Youth erinnert. Auch die Smashing Pumpkins mag man wiederfinden. Insgesamt könnte man die 1990er als Inspirationsquelle hernehmen. Die Songs sind locker groovend, die Füße wippen mit, dann arbeitet sich ein fettes Brett herein.

„You Can Call Me Allocator“ funktioniert außerdem als Paul Simon-Hommage. Etwas verlorener wirkt „Lingua Franca“, während „What’s That Good For“ klassischer Nineties Punk ist.

Zur Mitte der Platte gibt es drei wahnsinnig gute Pop-Songs, die allesamt Ohrwürmer herbeirufen. „Colour of the Outside“, „Chicane, OH“ und „I Stared At „Moses and the Burning Bush““ sind zart, eingängig und teilweise doch etwas noisy.

Dann folgen drei weitere „Sonic Youth“-Songs, mit „Glories“ und seiner Feedback-Orgie als bester Eintrag. Bezaubernd!

Fazit: Wirklich tolles und eingängiges Album, das jeder Sonic Youth-Fan lieben muss.