Review: Carlton Melton – Mind Minerals

Die Psych-Jam-Band aus Kalifornien pendelt auf ihrem neuen Album zwischen Meditation und Bedrohung.

Carlton Melton kommen regelmäßig mit neuen Soundversuchen um die Ecke, der letzte Longplayer, „Out To Sea“, ist aber auch schon fast drei Jahre alt. Zeit für ein neues Experiment mit langer Laufzeit. „Mind Minerals“ (Agitated Records) ist es betitelt.

Die Band aus Kalifornien liebt den Jam, setzt dazu ebenso gerne fette Gitarren wie auch abgefahrene Synthies ein. Ihr Sound ist dabei rein instrumental. Auf ihrem neuen Werk teilen sich die Songs in Ambient-Drone-Stücke und Stoner-Rock-Jams.

Dabei haben sie sich Hilfe von Monster Magnet-Gründungsmitglied John McBain und Phil Manley (u.a. Trans Am) geholt. McBain setzt seine Gitarrenfähigkeiten gleich zu Beginn auf „Electrified Sky“ in Szene. Schwurbelig drehen sie die Gitarren über stampfende Tracks. Es ist ein langer ausufernder Jam.

Mit acht Minuten ist das Stück aber eher im Mittelfeld. Teilweise benötigen Carlton Melton über zehn Minuten, um ihre Geschichte fertig erzählt zu haben. Wie etwa auf dem dronigen „Snow Moon“, bei dem Manley mitarbeitet.

Oder auf „Atmospheric River“, das tatsächlich wie die Vertonung eines Flusslaufs klingt. Dazwischen gibt es mit „Eternal Returns“ einen fetten Psych-Rock-Track. „Basket Full of Trumpets“ setzt voll auf Atmosphäre. „Sea Legs“ ist beinahe bedrohlich. Mit dem Schlusstrack „Psychoticedelicosis“ darf sich noch einmal im Stoner Rock probiert werden. Ansonsten dominiert der Ambient.

Fazit: Eine Platte für all jene, die es gerne zerfasert jammig haben wollen.

 

7

Fazit

7.0/10
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