Review: Brigid Dawson & The Mother’s Network – Ballet Of Apes

Wieso hat es eigentlich so lange bis zum Solo-Debüt gedauert?

Brigid Dawson ist permanente Wegbegleiterin der Oh Sees/OCS/Thee Oh Sees. Obwohl sie derzeit im Live-Lineup fehlt, taucht ihr Name auf beinahe jeder Platte seit 2006 auf. Jetzt hat die Kalifornierin endlich den Soloweg gewählt.

Zusammen mit dem Mother’s Network veröffentlicht sie „Ballet Of Apes“ (Castle Face). Hinter Mother’s Network steckt Prominenz aus der Garage Rock-Szene. Mikey Young, Mike Donvan, Shayde Sartin und Mike Shoun spielten mit, ebenso die Experimental-Psych-Band Sunwatchers.

Das Ergebnis ist mehr Experimental Folk als Garage Psych. Dass Dawson toll singen kann, wussten wir bereits. Sie füllt die Bühne hier so wundervoll alleine aus, dass wir nur deshalb wehmütig sind, weil es bisher noch keinen Solo-Output gab. Wieso erst jetzt? Hätten wir die letzten Jahre immer wieder brauchen können, solch riesige Songs.

Großartig das eröffnende „Is The Season For New Incarnations“, das ein breites Keyboard und sanftes Pumpen anlegt, dann eine einsame Fuzz-Gitarre entfesselt. Klingt sehr retro und gefühlvoll. Und so geht es weiter.

„The Fool“ ist eine berührende Ballade aus vergangenen Zeiten, „Carletta’s In Hats Again“ gerät zurückhaltend und wunderschön. Nach der Blues-Nummer „When My Day of the Crone Comes“ beginnt der jazzige Teil.

Der Titeltrack ist sehr psychedelisch, „Heartbreak Jazz“ kommt dafür zum Punkt. Portishead hätten dieses Stück auch nicht besser hinbekommen. „Trixx“ begleitet uns dann sanft und glückselig hinaus.

Fazit: Die Dawson ist eine Große!

9.1

9.1/10
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