Review: Boris – NO

Seit bald drei Jahrzehnten im Experimental Metal unterwegs und immer noch mit frischen Ideen. Dieses Mal: So mischen wir Doom mit Punk.

Das Gute an Boris ist ja: Haben sie mal eine schlechte Platte veröffentlicht, dauert es nicht lange, bis eine neue erscheint. Und die ist dann meistens gut.

Mit dem eher droneigen „LφVE & EVφL“ aus dem letzten Oktober waren nicht alle zufrieden. Kein Problem, jetzt ist „NO“ da. Hat jemand mitgezählt? Wahrscheinlich ist „NO“ das 26. Album der Japaner, aber wer weiß das schon so genau.

Jedenfalls fegt die Platte alles Meditative weg. Es gibt Hardcore Punk, schnellen, fiesen Hardcore Punk. Boris covern GUDON, „Fundamental Error“ wurde ausgewählt. Vermutlich ist die japanische Hardcore-Band ein großer Einfluss für „NO“ geworden. Denn meistens knüppeln sich Boris famos durch die Gegend.

Zunächst klopft das doomige Eröffnungsstück „Genesis“ vorsichtig an. „Anti-Gone“ bäumt sich dann genüsslich auf und brettert einfach herein.

Es folgt wahnsinnig toller und mitreißender Hardcore Punk. „Non Blood Lore“ und „Temple of Hatred“ schenken uns gar nichts.

Dann zwei sensationelle Versuche. Erst gibt es mit „Zerkalo“ Slow-Motion-Black-Metal, dann folgt „HxCxHxC -Perforation Line-„, das sich anhört, als ob man eine Emo-Platte von 33 auf 45 hochgefahren hätte.

„Loveless“ zeigt sich dann sehr episch, vereint Symphonie mit Schweinereien. Das Highlight kommt kurz davor: Das fiepsende „Lust“, das dem Punk noch mehr Chaos hinzufügt.

Fazit: Mit Sicherheit ein Highlight aus der umfangreichen Boris-Diskografie.

8.6

8.6/10
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