Review: Boris – LφVE & EVφL

Nie um ein Experiment verlegen präsentieren die Japaner nun ein dröhnendes Album zwischen Metal und Meditation.

Seit 1992 im Geschäft, haben Boris schon einige Versuche unternommen. Ob man mit der jeweiligen Stilrichtung zufrieden war, ist nicht entscheidend. Beeindruckend waren die Japaner immer und man sah stets einen Plan.

Für ihr 25. Werk, das Doppelalbum „LφVE & EVφL“ (Third Man) hatten Boris Folgendes vor: Die unterschiedlichen LPs sind getrennte Werke, die einander aber gegenseitig befruchten.

Im Durchlauf wird die Unabhängigkeit nicht ganz offenbar. Hier wie dort wird der Fokus auf Drone gelegt, luftiger Ambient kommt ebenso vor. Der Track „EVOL“ fällt etwas aus dem Rahmen, wird doch hier mehr Metal angeboten, im Kontext direkter, ungestümer Rock.

„Away From You“ eröffnet meditativ. Erst zur Mitte gibt es Gitarren-Feedback, das aber zugänglich bleibt, die angenehme Szenerie nicht weiter stört. „Coma“ ändert dann die Klangfarbe auf düster und droneig. Da knüpft „uzume“ an.

„LOVE“ ist langsam, bedrohlich und wuchtig. Mit „In The Pain(t)“ gibt es wieder helle Momente, während auf „Shadow of Skull“ Doom in halber Geschwindigkeit abläuft.

Wie das jetzt zusammenhängt, fraglich. Die Platte hat keinen durchgehenden roten Faden, die einzelnen Songs wirken abgetrennt. Diese sind aber schon okay.

Fazit: Konzept hin oder her, das Album ist gut.

7.8

7.8/10
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