Review: Boogarins – Sombrou Dúvida

Die Brasilianer begraben verstecken ihren Psych Pop unter Schutt und Asche.

„Schatten oder Zweifel“ lautet die Übersetzung von „Sombrou Dúvida“ (OAR), dem Titel des neuen Albums der Boogarins. Zweifeln die Brasilianer an ihren Fähigkeiten, schöne Psych Pop-Songs zu schreiben und begraben sie sie deshalb unter einem Berg an Effekten?

Man findet auf der Platte jedenfalls wundervolle Melodien, große Hymnen und sanfte Skizzen. Nur wird man immer wieder gestört. Beinahe alle Songs sind in der Grundstruktur Pop, werden aber mit Spielereien und Feedbacks zu verschrobenen Experimenten.

Das Duo am Ende etwa, „Te Quero Longe“ und „Passeio“, bildet extreme Beispiele. Immer wieder bricht der Flow ab, wird von Noise zerteilt. Auf „Passeio“ schieben sich Hip Hop-Beats hinein, die gleich wieder in der Tonne landen.

Unter dem schmutzigen Teppich funkelt es. „Dislexia Ou Transe“ ist fast durchgehend schön. Auch „Desandar“ bleibt überwiegend gefühlvoll.

Fazit: Irgendwie will das Konzept nicht ganz aufgehen. Für wen ist die Platte? Für Freunde des Art-Rock ist es zu poppig, für Mainstream-Hörer zu krachend.

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