Review: Bonnacons of Doom – dto.

Das Psych-Kollektiv aus Liverpool veröffentlicht ihr Debütalbum. Das Stichwort ist Wiederholung.

Wer hinter Bonnacons of Doom steckt, ist nicht bekannt. Live tritt die Band verhüllt auf, mehr Infos als die Vornamen einzelner Mitglieder bekommen wir nicht. Zudem ist das Kollektiv in ständiger Bewegung und Teilnehmer kommen und gehen.

Die Musik soll ja auch im Vordergrund stehen und schauen wir mal, was das selbstbetitelte Debütalbum, das via Rocket Recordings erscheint, zu bieten hat. Aufgenommen wurde es in jedem Fall von Hookworms-Mann Matthew Johnson.

Wie das bei Kollektiven halt so ist, sind die Songs frei von jeden Strukturen. Fünf Stücke sind auf der Platte enthalten und sie sind allesamt komplett unterschiedlich. Gemeinsam haben sie die Vorliebe für Acid getränkten Jam-Rock, der in der Tradition deutscher Krautrock-Bands steht.

Und die Wiederholung ist ein großes Thema. Dies ist ein sehr technoider Ansatz, der Schicht auf Schicht auflegt und sich dann langsam verändert. Trotzdem sind die Gitarren dominant, außer auf dem sehr experimentellen „Industria“.

Das Album beginnt mit dem mystisch stampfenden „Solus“. Sängerin Kate legt ihren Gesang über pulsierende Sounds. Dann wird eine fette Gitarrenwand aufgestellt, die nach und nach in einen steten Fluss fällt.

„Argenta“ startet brummend, dann treibt das Schlagzeug den Track in einen driftenden Jam. „Rhizome“ steigert sich immer mehr, wird dann chaotisch. Das abschließende „Plantae“ ist eine groovende und doch sehr straighte Psych-Rock-Nummer.

Fazit: Ansprechend und wirklich gut.

7.7

Fazit

7.7/10