Review: Black Helium – Primitive Fuck

Wer Hartes oder Trashiges vermutet, liegt hier falsch. Black Helium mischen Black Sabbath mit Hawkwind und Punk-Exkurse gibt es auch.

Fast schon Etikettenschwindel: Black Helium haben ihr Debütalbum „Primitive Fuck“ (Riot Season Records) getauft. Dahinter könnte man wilden Punk oder trashigen Metal vermuten. Die Platte beinhaltet aber Psych Rock der vertrippten Art.

Die Band aus London setzt auf schwere Gitarren, die gerne dröhnen. Aber auch leichtfüßige Arrangements und fließende Jams sind im Black Helium-Kosmos erlaubt.

Im Pressetext werden Black Sabbath, Hawkwind und The Stooges zitiert. Kann man unterschreiben. Ebenso Amon Düül II, die man aber nur selten erahnen kann. Vielleicht ist damit der Einsatz von spacigen Sounds gemeint, die vor allem die Eröffnungsnummer „Drowsy Shores“ zu einem Erlebnis machen.

Zunächst schleicht der Track dahin und nimmt sich viel Zeit. Die Wucht setzt ein, doch alles bleibt träge. Erst spät kommt Hektik auf. Insgesamt herrscht sehr viel Varianz. Auf „Love The Drugs“ pirscht sich die Band dann näher an die Queens Of The Stone Age der „Songs For The Deaf“-Ära heran. Dazu gibt es eine Punk-Attitüde.

„Wicked With“ ist ein straighter Groover, „Summer Spells“ entfesselt das Monster. Nach dem knackigen Punk auf „Videodrone“ wird auf „Curtains At The Mausoleum“ auf über neun Minuten ein heller Jam angeboten.

„Do You Wanna Come Out Tonight?“ bietet fetten Fuzz-Punk. Der abschließende Titeltrack führt dann noch bösen Doom ein.

Fazit: Da steckt viel drin, das ist alles sehr gut.

7.9

Fazit

7.9/10
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