Review: Bitchin Bajas – Bajas Fresh

In 23 Minuten kann man sich ein schnelles Abendessen zubereiten oder eine Folge der Serie The Last Man On Earth anschauen. Oder man kann sich den Track „2303“ vom neuen Album der Bitchin Bajas anhören.

Nach diversen anderen Projekten und Zusammenarbeiten kehren die Synthie-Experimentalisten von den Bitchin Bajas mit ihrem ersten richtigen Album seit drei Jahren zurück. Betitelt ist es „Bajas Fresh“ und erscheint erneut via Drag City. In der Vinyl-Ausgabe kommt es als Doppel-LP daher und vereint sieben Tracks auf 80 Minuten.

Die unglaubliche Lauflänge deutet an, dass die Band sich viel Zeit für die einzelnen Songs gelassen hat. „Keep on flowing“, heißt es im Pressetext und die Bajas lassen es fließen. Der Eröffnungstrack „Jammu“ steigt gluckernd in die Platte ein, bis es dann gegen Ende etwas unruhiger und dichter wird.

Der Song geht in „Circles On Circles“ über und eine warme Brise streicht herein. Die Synthie-Flächen werden mit Störelementen versehen. Die Sounds sind teilweise schabend, dahinter schimmert aber helles Licht.

„Angels And Demons At Play“ ist ein Sun Ra-Cover. Das Original wird entschleunigt, die charkteristische Flöte bleibt und ergänzt eine blubbernde Meditation. „Yonaguni“ startet sehr nah am Free Jazz als großes Durcheinander, dann wandelt sich alles in besänftigende Sounds.

Der 23 Minute lange Track „2303“ bietet eine weite Drone-Fläche an. „Chokayo“ setzt dann wieder auf das Wechselspiel von meditativen und störenden Klängen. Bei dem Schlussstück „Be Going“ spielt dann ein Saxofon wild auf.

Fazit: Sehr ausgefeiltes und starkes Album. Die beste Meditations-CD aller Zeiten.

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