Review: BIG|BRAVE – Vital

Langsam, laut, tonnenschwer, dabei so fantastisch, wenn es ruhiger wird.

Atmosphärischer, wuchtiger, dabei sehr langsamer Rock, dafür stehen die Kanadier von BIG|BRAVE. Vier Alben gab es bereits, mit „Vital“ (Southern Lord) kommt ein neuer Eintrag dazu.

Im Vorfeld der Platte versuchte das Trio, noch enger miteinander zu arbeiten. Die unterschiedlichen Hörgewohnheiten sollten in das Werk einfließen.

Robin Wattie, Mathieu Ball und Tasy Hudson wagen schlussendlich nicht allzu viele Experimente. Die Grundlagen bleiben. Was aber durchaus auffällt, ist die Homogenität, der durchdachte Flow, die Dramatik.

Bei all dem Lauten sind die ruhigen Momente dann die packenden. Wenn etwa Watties Stimme auf „Half Breed“ im leeren Raum schwebt, großartig. Oder das Drone-Interlude „Wited, Still and All…“, wundervoll. Da wirkt dann der Folgetitel „Of This Ilk“ umso brutaler. Sehr schön gemacht!

Schon dieser Einstieg mit „Abating the Incarnation of Matter“, das die bekannte Wucht anbietet, einnehmend ist. Dann dröhnt es zur Mitte, der Staub legt sich, nur damit noch mal energisch drübergefahren werden kann.

Fazit: Das einzig Negative? Mit 38 Minuten zu kurz.

BIG|BRAVE - Vital

9.1

9.1/10
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