Review: Big Ups – Two Parts Together

Post-Hardcore mit Tiefgang: Auf ihrem dritten Album widmen sich die New Yorker dem Ungewissen.

Seit ihrem Bestehen haben sich die Big Ups auf ihren Platten stets mit tiefer gehenden Fragen beschäftigt. Glaube gegen Wissenschaft oder das Individuum versus die Gesellschaft wurden bisher untersucht. Auf ihrem dritten Release, „Two Parts Together“ (Exploding In Sound), geht es um das Ungewisse.

Man hinterfragt, was unter der Oberfläche liegt. Man stellt gewisse Gegebenheiten in Frage. Auch soundtechnisch werden die Mechanismen des Post-Hardcore, in dem die Big Ups beheimatet sind, untersucht. Muss es immer dasselbe Rezept sein, also ruhige Passage -> Ausbruch -> ruhige Passage -> etc.

Herausgekommen ist sehr variabler, wendiger und harter Rock, der zwischen Post-Hardcore und Noise Rock zu verorten ist. Der Titeltrack bietet noch den Wechsel zwischen laut und leise und diesen sehr häufig.

„In The Shade“ ist eher vertrackt und nervös schabend. Auf „Trying To Love“ erhalten wir einen schwelenden Industrial-Beginn, der dann wütend ausbricht. Elana Ehrenberg von Geena Davis steuert Gast-Vocals bei.

„PPP“ ist antreibend und peitschend, „Tenmile“ eher meditativ. Besonders packend ist „Fear“ geraten. Groovend knackig präsentiert sich „Tell Them“, während der Abschlusstrack „Imaginary Dog Walker“ eher bedrohlich wirkt.

Fazit: Tolle, aufwühlende Platte.

8.1

Fazit

8.1/10