Review: Bat Fangs – dto.

Glaube dem Hype kein Wort: Die Debütplatte der Bat Fangs ist guter Classic Rock, mehr nicht.

In manchen Publikationen wird das Debüt (via Don Giovanni Records) der Bat Fangs als Sensation gehandelt. „Verschlägt einem den Atem“, schreibt etwa Stereogum und macht die Platte zum Album der Woche. Offenbar wird hier ein not-cheesy Classic-Rock-Revival herbeigesehnt, was das Duo ja auch liefern kann.

Bat Fangs besteht aus Betsy Wright (Gesang/Gitarre) von Ex Hex und Drummerin Laura King (Flesh Wounds). Während sich andere Duos mehr dem Garage Rock (The White Stripes) zuwenden oder dem Psych Rock der Siebziger (Deap Vally), bedienen sich Bat Fangs beim Classic Rock der Achtziger.

Bedeutet: Stampfende Drums, extravagante Gitarrensoli, simples Songwriting. Über die 25 Minuten Laufzeit geht das auch in Ordnung. Aufregend revolutionär ist das aber nicht.

„Turn It Up“ setzt zum Einstieg den Grundton. Solider Rhythmus zum Haareschütteln, dazu immer wieder Gitarrensoli. Nur der beinahe monotone Gesang ordnet sich nicht in das verwendete Muster ein. Stampfende Drums gibt es auf „Rock the Reaper“. Wir haben Hair Metal-Anleihen („Bad Astrology“), Punk-Verweise („Heartbeat“) und College Rock-Parallelen („Boy of Summer“).

Die Moshpit-Nummer gibt es mit „Fangs Out“. Und natürlich darf auch die zurückhaltende Nummer („Mercury“) nicht fehlen. Das haunted „Static“ ist der interessanteste Song des Albums.

Fazit: Okaye Platte mit fetten Riffs und argen Drums. Ist aber schnell vergessen.

6.6

Fazit

6.6/10