Review: Barren Womb – Old Money / New Lows

Die Norweger verändern gerne ihren Sound. Ihr aktuelles Album beinhaltet Noise Rock und Hardcore im Mid-Tempo-Bereich.

Barren Womb haben schon immer viel probiert. Prinzipiell im Hardcore verortet, schmuggelte das Duo aus Norwegen auch gerne mal einen Blues-Rock-Song auf die Platte. Auf „The sun’s not yellow, it’s chicken“ knüppeln sie sich nahe an den Grindcore, auf „Crown Control“ versuchen sie sich am Bluegrass.

Für ihr neues Album „Old Money / New Lows“ (Spartan Records) haben sie als Überschrift den Noise Rock gewählt. Zumeist sind Barren Womb im Mid-Tempo-Bereich unterwegs und servieren polternde Sounds im Stile von METZ oder Pissed Jeans. Dennoch bleibt auch der Hardcore erhalten, hier aber mehr in Richtung Refused ausgelegt.

Die Schweden hatten einst das Wechselspiel von harten und ruhigen Stellen perfektioniert. Barren Womb versuchen sich ebenfalls daran und kommen dem großen Vorbild dabei sehr nahe. Auch was die Lauflänge der Tracks anbelangt, die stets an der 4-Minuten-Marke kratzen und sie oft überschreiten.

Auf dem Eröffnungstrack „Crook Look“ bietet die Band noch fantastischen  Stop-and-Go-Noise Rock. Mit „Mystery Meat“ gibt es dann mächtigen Hardcore, der auch sanfte Parts zulässt. „Theory of Anything“ ist eine sehr groovende Angelegenheit und setzt erneut das Wechselspiel zwischen hart und weich ein.

Das epische“Slumlord Millionaire“ kommt sehr sludgy und treibend daher. „Cave Dweller“ ist allerfeinster Noise, während „Drive-Thru Liquor Store“ knackig gehalten ist. Mit „Russian Handkerchief“ wird es noch einmal atmosphärisch, bis die Explosion kommt.

Fazit: Harte, gut ausgearbeitete Rock-Platte.

7.7

Fazit

7.7/10
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