Review: Bardo Pond – Volume 8

Lange haben die Drone-Rocker ihre Improvisationsserie vernachlässigt. Nun kehren sie aber mit dem achten Teil zurück.

2000 riefen Bard Pond die Volume-Serie ins Leben. Die Veröffentlichungen erschienen in Eigenregie und sollten die Möglichkeit bieten, Sachen auszuprobieren. Im Laufe der Zeit sind sieben Ausgaben entstanden, doch seit 2009 ruhte das Projekt. Nun hat die Band aus Philadelphia doch wieder einen Anlass gesehen und „Volume 8“ aufgenommen.

Erstmals erscheint die Session mithilfe eines Labels und zwar über Fire Records. Ansonsten bleibt alles wie gehabt. Die Band arbeitet sich an Ideen ab und führt diese gerne episch aus. Der Grundgeschmack ist Drone Rock, daneben kann aber alles existieren, was irgendwie abgefahren ist.

Der Einstieg ist mit „Kailash“ dann eher wuchtig. Die Gitarren zeigen mehr in Richtung Stoner Rock, dazwischen tänzelt eine Flöte. „Flayed Wish“ hat den deutlichsten Jam-Charakter und ist sehr experimentell gehalten. Der stolperende Grundrhythmus wird mit allerlei Soundexperimenten ergänzt.

Naturgeräusche spielen in „Power Children“ eine große Rolle. Man gibt sich zurückhaltend und die Akustikgitarre darf zart aufspielen. Auch bei „Cud“ ist es die Gitarre, die prominent sein darf. Sie ist zugleich das einzige Instrument auf dieser Skizze.

Der Schlusstrack geht über 16 Minuten. Zunächst horen wir wummernden Drone und erstmals Gesang. Mit der Zeit schraubt sich das Chaos hinein und wir gehen darin unter.

Fazit: Erfreulich, dass die Volume-Serie wieder da ist. Eine Platte, zum darin versinken.

7.2

Fazit

7.2/10