Review: Bambara – Stray

Die Band aus dem Hinterzimmer des Roadhouse ist zurück.

Bambara haben etwas kultiviert, was man als Western Gothic bezeichnen könnte. Sie spielen driftenden Country, reichern ihn mit Post Punk und düsteren Themen an. Stellenweise glaubt man, die Bad Seeds vor sich zu haben, zumindest eine Band, die das Publikum im Roadhouse von Twin Peaks verstören könnte.

Nach dem sehr guten 2018er „Shadow on Everything“ erscheint nun mit „Stray“ (Wharf Cat) ein neues Album. Mit ihrem vierten Longplayer setzen die New Yorker noch eins drauf.

Wieder ist alles eher in Schwarz gehalten. Die Stimmung ist verloren, wir begleiten in vielen kleinen Geschichten bemitleidenswerte Seelen durch eine feindselige Welt. Sänger Reid Bateh erzählt mit tiefer Stimme und purer Leidenschaft.

Sehr gut passt der Background-Gesang von Anin Ivry-Block (Palberta) und Drew Citron (Public Practice). „Sing Me to the Street“ wird so noch packender.

Die Songs teilen sich auf zwischen Schleicher und Energiebündeln. Der Einstieg mit „Miracle“ ist mehr als gelungen. Der hypnotisierende Song endet in der Ekstase.

„Serafina“ ist flotter und noisig, „Stay Cruel“ bedrohlich. „Ben & Lily“ wühlt uns auf, während „Machete“ das Weite sucht. Insgesamt ist die Platte zugänglicher, aber auch bedrückender.

Fazit: Ein faszinierender Blick in den Abgrund.

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