Review: Bambara – Shadow on Everything

Auf ihrem dritten Album kombiniert die Band aus New York Western-Sounds mit Post Punk. Das Konzept geht auf.

Bambara haben ihrem dritten Album ein Konzept zugrunde gelegt. Überschrieben ist „Shadow on Everything“ mit Western Gothic. Zwei Interludes teilen dabei die einzelnen Kapitel, die verschiedene Strukturen anbieten. Soviel vorab: Das funktioniert wunderbar.

Die Band stammt eigentlich aus Georgia, ist aber mittlerweile in New York beheimatet. Auf dem dort ansässigen Label Wharf Cat Records erscheint die neue Platte. Zuvor haben Bambara zwei Post Punk-Alben aufgenommen, die recht konventionell, dennoch nicht weniger gut, geraten sind.

Schon bei den früheren Werken stach die Rhythmussektion um Drummer Blaze Bateh und Bassist William Brookshire heraus. Auch auf „Shadow on Everything“ dominieren sie den Sound und treiben die Songs in die gewünschte Richtung.

Reid Bateh legt darüber seine Riffs, die vom Wüstenwind verweht werden. Und er singt so, dass man sich an The Birthday Party erinnert fühlt. Am deutlichsten wird dies beim Opener „Dark Circles“ hörbar, der sehr düster und verloren klingt.

„Doe Eyed Girl“ ist etwas hektischer, versprüht aber weiterhin die Westernatmosphäre. „José Tries to Leave“ bietet catchy Riffs und gerät sehr eingängig. Nach der Brücke „Night’s Changing“ erhalten wir mit „Monument“ und „The Door Between Her Teeth“ zwei aufpeitschende Noise Rock-Nummern, die aus dem Rahmen fallen.

Nach einem weiteren Interlude kehren wir mit „Steel Dust Ocean“ zurück zum Spaghetti Western. Der letzte Teil ist insgesamt etwas experimenteller, hat aber mit dem Abschlusstrack „Back Home“ noch einmal klassischen Post Punk zu bieten.

Fazit: Tolle, wenn auch bedrückende Atmosphäre.

 

8

Fazit

8.0/10