Review: Ball – dto.

Unverschämt sexy: Ball spielen auf ihrem Debüt groovenden, teuflischen Psych Jam Rock.

Die Identitäten im Hintergrund, die Musik im Vordergrund, damit scheinen schwedische Rockbands gerne zu spielen. Prominenteste Beispiele sind Goat und Ghost, mit Ball gibt es eine neue Gruppe, die nicht viel preis gibt. Ihr selbstbetiteltes Debüt ist dieser Tage via Subliminal Sounds erschienen.

Sechs Songs sind drauf, die Spielzeit beträgt 33 Minuten. Ein knappes Werk also, das aber voller Spielfreude ist. Schon der Einstieg, „Balling“, ist ein toller Psych-Jam. Motorengeräusche werden untergemischt und schon fühlt man sich an alte Roger-Corman-Klassiker erinnert. Der Sound auf der Platte ist schwierig zu greifen. Psychig, ein bisschen klassischer Hardrock, viel Seventies-Trash und etwas Black Sabbath – so ein Versuch.

Nach „Balling“ wird es mit „Speeding“ etwas zugänglicher. Tiefer Gesang legt sich über eine straighte Scandinavian Punk Nummer, wie sie die Hellacopters kaum besser hingekriegt hätten. „Satanas“ setzt dann wieder zu einem längeren Jam an, hier könnte man Sabbath-Verweise herauslesen. Und irgendwie fühlt man sich auch immer etwas an den Vampyros-Lesbos-Soundtrack erinnert.

„Fyre Balls“ ist die Breakthrough-Single aus dem vergangenen Jahr, die mit einem unverschämten sexy Groove aufwartet. „Fyre“ gestaltet sich etwas wuchtiger und bietet eine tolle Orgel. Den Schlusspunkt bildet das spacige „Galaxy 666“, das stellenweise experimenteller geraten ist.

Fazit: Ein beachtliches Debüt, das trotz der Knappheit viel ausufernden Psych bietet. Für Trash-Fans sind auch die Videos der Band ein Leckerbissen.

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