Review: Babylon – s/t

Knietief im Wüstensand: Babylon liefern auf ihrer EP feinsten Stoner Rock ab.

Früher als Babylon Sweethearts unterweges, musiziert die Band aus Los Angeles jetzt unter dem eingekürzten Babylon. Mock Records hat eine selbstbetitelte EP mit Songs herausgebracht, bestehend aus alten und neuen Nummern. Darauf sind sechs Songs enthalten, die den Desert Rock von Kyuss als Schablone nimmt und ihn in Jam-Rock-Gefilde treibt.

Schon mit Track 1, „Earthborn Child“, stellen sich die Assoziationen ein. Der wummernde Bass, die tief gestimmten Gitarren, der verloren wirkende Gesang, der wilde Jam-Part – das alles ruft deutlich nach Kyuss. Was Babylon anders machen? Sie lullen den Hörer nicht so ein, wie es die Stoner-Legende einst getan hat. Bedeutet: Da gibt es permanente Wechsel, die Songs schlagen Haken und schleppen sich nie träge dahin.

In „Madulla Oblongata“ packt die Band etwa so viele Breaks, wie es sich in knapp zweieinhalb Minuten eigentlich kaum ausgeht. Nach dem ungestümen Ritt wirkt das relativ geradlinige „Lovely Lady“ am Ende des Albums fast schon erholsam. Bis dahin gibt es den besten Desert Rock, den man seit langer Zeit vernommen hat.

Fazit: Die beste Kyuss-Platte, die Kyuss nie gemacht hat. Das soll nicht abwertend klingen: Babylon sind eine fantastische Desert-Rock-Band, die noch genügend Eigenes hinzuzufügen hat.

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