Review: Aquarian Blood – A Love That Leads To War

Vom Rumpel-Punk zum Psych-Folk innerhalb eines Albums.

Ein Unfall hat zur Neuorientierung von Aquarian Blood geführt: Drummer Bill Curry brach sich den Arm, man war gezwungen, in einem reduzierten Line-Up weiterzumachen. So gelangte man vom Rumpel-Punk auf dem 2017er „Last Nite in Paradise“ zum Psych Folk auf „A Love That Leads To War“ (Goner).

J.B. und Laurel Horrell, sie war bei den NOTS, er bei Ex-Cult, nahmen die Platte beinahe im Alleingang auf. Vom Punk ist nicht mehr viel übrig, stattdessen findet man Folk, Sixties Psych und Country wieder.

Es ist ein sehr schönes Album mit vielen gefühlvollen Momenten geworden. Dennoch vergisst man nicht auf räudige und experimentelle Passagen.

Auf „Living In My Van“ wird etwa das Outlaw-Dasein von einem einfach eingestellten Drum Computer unterstützt. „Landscape Strange“ ist merkwürdig schräg und auf „No Place I Know“ hört es sich so an, als ob ein Einhändiger das Schlagzeug spielen würde.

Man orientiert sich vordergründig am Sixties Psych Folk, zeigt sich verhuscht, bringt die genretypische Mundharmonika zum Einsatz.

Sehr schön ist das reduzierte „Their Dream“. Melodischen Sixties Psych gibt es auf „Thought Of Her“. Ebenfalls fantastisch fällt der Country Psych auf „Anymore“ aus, der zum Mitsingen verleitet.

Fazit: Neuorientierung gelungen.

8.2

8.2/10
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