Review: Anthroprophh – German Oak

Angenehmer Ambient trifft auf einen formidablen Freak-Out.

Bei Anthroprophh kennt Anführer Paul Allen keine Grenzen. Sein 2018er „Omegaville“ war beinahe zugänglich, sofern einem die Mischung aus Noise Rock und Heavy Psych und Ausflügen zum Free Jazz liegt.

Das neueste Werk lotet nun aber wieder Grenzen aus. „German Oak“ (Cardinal Fuzz / Feeding Tube) teilt sich in zwei Abschnitte. Freak-Out trifft auf gemütlichen Ambient.

Mit dabei sind Jesse Webb und Steve Dew an den Drums, Gareth Turner spielt Bass und hat abgemischt. Die erste Reihe gehört aber Alleskönner Allen.

Die A-Seite besteht komplett aus dem über 16 Minuten langem Titeltrack. In wenigen Schritten sind wir beim Noise, der beinahe über die gesamte Laufzeit sehr eindringlich ausfällt. Ruhig plätschert der Track dann in die zweite Hälfte.

Schöner Titel und schöner Song: „You Have Sailed With A Furious Soul Far From Your Father’s House, Beyond The Double Rocks Of The Sea, And You Live In A Foreign Land“. Sanfte Orgelklänge legen sich über forsche Drums.

Im Verlauf erhalten wir Ambient mit Field Recordings, eine stürmische Akustikgitarre und auf dem Closer „Boxing Day“ sogar eine Art Gesang über flächigem LoFi-Rock. Wirkt zwar irgendwie wie eine gewisse Skizzenverwertung, hat aber dennoch viel Charme.

Fazit: Das Universum wird erweitert.

7.6

7.6/10
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