Review: Anna Von Hausswolff – Dead Magic

Songs zum Fallenlassen: Auf ihrem vierten Album bietet die Schwedin wieder dronige Soundflächen an. Dieses Mal legt sie diese um eine mächtige Orgel.

Anna von Hausswolff hat ihr neues Album „Dead Magic“ (City Slang) in Kopenhagen aufgenommen. Dabei setzte sie sich auch an die Orgel der Marmor Kirken. Dieses Instrument dominiert dann große Teile ihres insgesamt vierten Albums.

Für die Aufnahmen holte sich die Schwedin Unterstützung vom Drone-Spezialisten Randall Dunn (u.a. Sunn O))) und Earth). Zudem schrieb Úlfur Hansson Streicher-Arrangements. Der Sound ist insgesamt etwas schleppernder ausgefallen und nimmt mehr Raum ein.

So beinhaltet die Platte lediglich fünf Tracks, die trotzdem eine Laufzeit von einer Dreiviertelstunde einnehmen. Die kraftvolle und variantenreiche Stimme von Hausswolffs trägt, verbreitet Verzweiflung und Düsternis, aber auch Zartheit.

Der Einstieg fällt mit „The Truth, The Glow, The Fall“ zunächst ruhig und flächig aus. Nach und nach mischen sich wundervolle Streicher ein. Nach vier Minuten legt der Track etwas an Tempo zu und verdichtet sich, wird gegen Ende immer lauter und chaotischer.

Auf „The Mysterious Vanishing of Electra“ starten wir zunächst im Morricone-Style. Dazu gibt es mächtigen Gesang. Gegen Ende entsteht wiederum Chaos. Mit 16 Minuten ist „Ugly and Vengeful“ der längste Track. Hier erneut: Zunächst Drone, dann Wucht, schlußendlich gar Goth Metal.

Die abschließenden „The Marble Eye“ und „Källans återuppståndelse“ werden um die Orgel herum angelegt. Die Songs sind eher atmosphärisch und zurückhaltend.

Fazit: Wie eine warme Decke mit Stacheln dran.

7.8

Fazit

7.8/10