Review: Adam Stone / Dead Sea Apes / Black Tempest – Dataland

Meditatives Album, das auf einem Synthie-Teppich ruht.

Die Dead Sea Apes waren Stephen Bradbury alias Black Tempest bereits 2013 auf „The Sun Behind The Sun“ begegnet. Auch mit Adam Stone traf man sich bereits im Studio. Es resultierte das fantastische 2018er „Warheads„.

Nun schlossen sich alle drei Parteien zu „Dataland“ (Cardinal Fuzz / Feeding Tube) zusammen. Der Austausch erfolgte Lockdown bedingt via Data-Transfer und das passt so ganz gut zum Inhalt.

Stone meditiert über die Gesellschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts, die sich in Datensätzen verliert und der Entfremdung entgegensteuert. Als musikalisches Bett werden hauptsächlich synthetische Klänge gereicht. Die Gitarre bleibt vornehm im Hintergrund, ebenso das Drum-Set.

Das Ergebnis ist mal dystopisch, dann hoffnungsfroh, manchmal stürzt man hypnotisiert in einen Abgrund. Etwas mehr Punch hätte man sich gewünscht, ist die Platte doch über weite Teile sehr flächig und atmosphärisch. Insgesamt gerät sie aber doch recht ansprechend.

Auf „Formica Desk“ brummt es schön, die Gitarre ist verhalten, dennoch um Akzente bemüht. „Time To Eat Again“ flirrt hell, während sich „Shop Soiled“ zum Dub vorwagt. Der Titeltrack schwurbelt vor sich hin, während „Empty Street“ mystisch ausfällt. Hier ist die Gitarre dann schwerer, man hätte sich mehr davon gewünscht.

Fazit: Dominante Synthies, die Wucht fehlt etwas.

Adam Stone / Dead Sea Apes / Black Tempest - Dataland

7.9

7.9/10
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