Review: Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso U.F.O. feat. Geoff Leigh – Chosen Star Child’s Confession

Die japanischen Psych-Legenden lassen es im neuen Line-Up gemütlich angehen.

Mit Dezember 2015 hatten Tsuyama Atsushi und Shimura Koji Acid Mothers Temple verlassen. Die verbliebenen Mitglieder Makoto Kawabata und Hiroshi Higashi erkannten darin die Chance auf einen Neubeginn.

Mit dem neuen Line-Up nahm man zunächst auf dem 2018er „Reverse Of Rebirth in Universe“ alte Songs neu auf. „Chosen Star Child’s Confession“ (Riot Season) ist nun das erste „richtige“ Album in der neuen Besetzung.

Geoff Leigh begleitet die Japaner, bringt seine Erfahrung aus diversen Projekten mit, war u.a. bei den Art-Rockern Henry Cow. Trotz dieses Ausschlags ist die neue Platte von Acid Mothers Temple über weite Strecken sehr zugänglich.

Mit einem Oeuvre von über 200 Releases bietet auch das neueste Werk Querverweise auf frühere Alben an. Betrachten wir es isoliert. „Chosen Star Child’s Confession“ hat einen beruhigenden Vibe, verfällt nur selten in Hektik, dann auch eher am Ende der jeweiligen Tracks.

Lediglich das abschließende „Infected J Also Live Beast Catastrophe“ ist eine Ausnahme. Hier gibt es nervenaufreibende Soundmanipulationen, die sich in harten Rock ergießen.

Zuvor wird „Nightmarish Heavenly Labyrinth“ von einer sanften Flöte getragen und fließt insgesamt sehr leicht dahin. „Diamond Eyes Are Hurt“ ist loungeig und elegant, wird spät ungemütlich. Spaceig fällt „Cometary Orbital Drive (Christal Trigger 2199)“ aus. Mit der Zeit mündet der Track in einen gediegenen Space-Rocker.

Fazit: Eine wohltuende Platte, die am Ende noch einmal die Sau rauslässt.

8.3

8.3/10
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