Review: Acid Carousel – The Most Oddest Thing

Das Psych-Kollektiv aus Texas hat wieder einen kunterbunten Blumenstrauß für uns.

Die Geschichte von Acid Carousel ist nicht eben arm an Wahnsinnstaten. So verkündete man zu Beginn der Karriere: „Higher Than The Beatles!“. Damit brachte man einen Sound auf dem Weg, der tatsächlich nach vertripptem Sixties Rock klang. Mit dem umfassenden 2019er „Another Everything“ erfolgte dann der bisher letzte Eintrag, der zwölf Musiker auf 21 Tracks versammelte. Ein kunterbuntes, aberwitziges Werk.

Der Kollektivgedanke zieht sich auch durch das neue Werk „The Most Oddest Thing“ (Dreamy Life). Musikalisch gibt es wieder Psych, der aus vielen Kehlen kommt, dabei bunte Blumen durch die Boxen pustet. Die Platte ist aber weitaus fokussierter und zurückhaltender als frühere.

„New Years Day“ explodiert in die Stille, danach legen die Beatles auf „I am a Dragonfly“ noch etwas Acid nach. Im Verlauf haben wir versponnene, aber schöne Songs.

Etwas Proberaum-Flair bringt „Who Knows Wut“ mit. Man spürt die Menschen, die einfach nur zusammensitzen und Musik machen wollen.

„Petunia“ startet gar zu jammig, entwickelt sich aber dann zu einem sehr persönlichen Song. Gegen Ende wird es barocker, etwa mit „Mother of Prevention“ oder „Another Dumbass Like Me“. Man ist aber nicht zu schnell satt, da geht noch was rein. Etwa das famose Lyserg-Gemälde „I’m Peach, the Monkey“.

Fazit: Zielgerichteter, das bisher beste Werk.

8.3

8.3/10
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