Review: Abronia – The Whole Of Each Eye

Ein einzigartiges Stück Musik zwischen Spaghetti Western, Folk und Psych Rock.

Abronia kommen aus Portland und das Ungewöhnliche beginnt bereits bei der Instrumentierung. Neben der obligatorischen Gitarre-Bass-Kombi taucht ein Tenorsaxophon auf und eine „big drum“. Kein Drumset, nur eine „big drum“ und Percussions.

The Whole of Each Eye“ (Cardinal Fuzz / Feeding Tube) ist konsequenterweise eine Platte geworden, wie man sie selten hört. Es ist bereits das zweite Werk von Abronia. Das Debüt „Obsidian Visions/Shadowed Lands“ war 2017 erschienen.

Die Welt, die wir mit dem Sextett durchqueren, ist eine Wüste, die uns einsam und verloren wirken lässt. Wir haben nur unsere Rituale und einander, singen uns melancholische Lieder vor. Dann suchen wir Deckung vor dem Sturm und hoffen, dass er bald vorüber geht.

„Wound Site“ führt die Spaghetti Western-Atmosphäre ein. Begleitet von mystischen Gesängen tanzen wir uns um Lagerfeuer, immer schneller und hektischer werdend.

„Rope Of Fire“ ist Psych Rock mit Folk-Touch, bleibt zunächst zurückhaltend, schwingt sich auf. Am Ende landen wir beim freien Jazz. „Cross The Hill“ ist dann wieder klassischer Western, der gegen Ende in fetten Psych Rock ausartet.

Auch „New Winds For The Warming Sands“ endet dicht, nachdem es zuvor Outsider Folk gab. „Half Hail“ wird richtig ungestüm. „Cauldron’s Gold“ kippt dann ins Droneige, weiß aber mit wuchtigem Doom zu enden.

Fazit: Erstaunlich.

8.4

8.4/10
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