Review: 10 000 Russos – Kompromat

Wir tanzen in die Revolution.

Das Rad dreht sich immer weiter. Nach Aufstand kommt Veränderung, dann wieder der Aufstand. Das Thema der neuen Platte von 10 000 Russos ist die Revolution. „Kompromat“ (Fuzz Club) beginnt bei der inneren Unruhe, geht zum Aufstand über und endet bei der Erkenntnis, dass sich doch nichts ändern wird.

Der Nachfolger zum 2017er „Distress Distress“ zeigt sich mehr dem Kraut Rock und Elektro zugewandt, setzt auf repetitive Beats und Schnelligkeit. Die Gitarre findet zum Großteil eher im Hintergrund statt. Die Synthies fließen, die Percussions sind antreibend und der Bass zwingend.

Das insgesamt dritte Album der Portugiesen klingt satter. Das Trio spricht von einer Befreiung, das kann man als Hörer ebenso empfinden.

Nur der Aufruf „The People“ gerät düsterer, dichter, hat mehr Noise. Zuvor werden wir mit „It Grows Under“ direkt in einen zwingenden Teppich gerollt. João Pimenta erzählt aufgebracht von der Unzufriedenheit mit dem System.

„Runnin‘ Escapin‘“ hat einen leichten Psych Rock-Drift, bleibt aber tanzbar. Auf „Quite a Charade“ kommt die Gitarre dann nach vorne. Sie wird verzerrt, durch verschiedene Phasen geschickt, bevor sie helle Töne anstimmt.

„The Wheel“ ist dann flirrend, unruhig, abgehackt. Der Flow ist dahin, wir müssen uns neu sortieren.

Fazit: Ein beeindruckendes Werk, das sehr konsistent wirkt.

8.7

8.7/10
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