Monatsrückblick: Die 8 besten Platten im April 2021

Das Album des Monats kommt von BIG|BRAVE.

Das Album des Monats: BIG|BRAVE – Vital

Das Trio aus Kanada rückte vor dem fünften Album enger zusammen. Das Ergebnis: Wuchtig und laut wie immer, nun jedoch viel durchdachter und dramatischer. Der Flow ist packend, gönnt dem dröhnenden Metal immer wieder Pausen. Dann, im luftleeren Raum, fesseln BIG|BRAVE endgültig. Die folgende Brutalität ist zu erahnen. Wie bei einem Horrorfilm, wo man weiß was kommt, ist man dennoch voll mitgenommen.

Die beste Psych Folk-Platte des Monats: Cory Hanson – Pale Horse Rider

Der Wand-Frontman begann seinen zweiten Soloausflug in der Wüste. Bei Joints, Bier und Kaffee jammte er sich mit Freunden auf einen gar wunderlichen Trip. „Pale Horse Rider“ ist eine Folk-Platte, mit zarten Momenten, die in Absurditäten münden. Hanson umschmeichelt, ist nah an deinem Herzen, macht dann einen blöden Gag.

Die beste Prog Folk-Platte des Monats: Ryley Walker – Course In Fable

Die erste „richtige“ Soloplatte seit drei Jahren zeigt Walker mit 1970er Folk und jazzigem 1990er Indie hantieren. Dazu gibt es Prog und etliche Stolperfallen. Auf langen Songs entfalten sich diverse Ansätze. Zartem setzt er flirrende Gitarren entgehen, Poesie ein beherztes „Fuck“. Keine Hintergrundplatte, eher eine Übung für Liebhaber komplexer Songstrukturen.

Das beste Garage Rock-Album des Monats: Zinn – dto.

Wobei Garage Rock für das Trio aus Wien etwas zu wenig Bezeichnung ist. Man spielt mit Dark Western-Melodien, träufelt etwas Gothic drüber, dazu reicht man Pop-Momente und repetitiven Post Punk. Eine ansprechende, vielseitige Platte von großen Songschreiberinnen.

Die beste Psych Rock-Platte des Monats: White Canyon & The 5th dimension – Spectral Illusion

Nach dem Debüt der vielen Ansätze wirkt das Duo aus Brasilien nun homogener. Der Psych Rock erhält Shoegaze als Begleiter, wenn es durch düstere Landschaften geht. Die Variationen fallen geringer aus, dennoch begeistert der rote Faden mehr.

Die beste Space Rock-Platte des Monats: Hooveriii – Water For The Frogs

Die Kalifornier starteten ihr Album in Deutschland, ließen sich dort von Kraut Rock inspirieren und entführen diesen in ihre Space Rock-Welt. Eine Band voller Tatendrang, die noch etwas an ihren Garage Rock-Wurzeln hängt. Hier könnte aber demnächst eine überwältigende Platte kommen. Die hier ist aber mindestens gut.

Die beste Kraut Noise-Platte des Monats: Veik – Surrounding Structures

Die Franzosen nehmen sich Architektur zum Vorbild ihres Debüts. Der Brutalismus ist es, um genauer zu sein. Sprödes und Rohes wird hell durchflutet. Musikalisch äußert sich das in der Basis aus No Wave und Post Punk, der durch angenehmen Kraut Rock ergänzt wird.

Die beste EP des Monats: Unschooling – Random Acts of Total Control

Die Debüt-EP der Franzosen versucht sich am Post Punk mit neuer Tendenz. Aufgekratzt sind sie, um keinen guten Groove verlegen. Dennoch zerstören sie mit Noise, lassen die Tracks fein säuberlich aufbauen, um sie dann einstürzen zu lassen. Vielversprechend!

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