Monatsrückblick: Die 7 besten Platten im November 2020

Das Album des Monats kommt von Hey Colossus.

Das Album des Monats: Hey Colossus – Dances / Curses

Manche haben diese Platte bereits als ihr Highlight des Jahres deklariert. Sie ist auch wahnsinnig gut. Die 13. Platte des Heavy Rock-Kollektivs aus London ist gar nicht so heavy, dafür schön fließend, von einer fesselnden Dramaturgie. So fantastisch konstruiert, so klar und durchdacht. Das passt alles so gut. Die Ecken sind geschliffen, aber es ist irgendwie auch nicht schade darum.

Die Noise Punk-Platte des Monats: Lamps – People With Faces

Nach acht Jahren Pause kehren Monty Buckles und Josh Erkman zurück, haben Denée Segall mitgebracht. Die Band klingt immer noch toll. Der Noise Punk kracht gut, die Energie schwappt über. Schön auch die Varianz. Aufgekratzter Groove trifft auf stoischen No Wave, schlussendlich ist es aufgewühlter Garage Rock.

Die Garage Rock-Platte des Monats: Lars Finberg – Tinnitus Tonight

Lars Finberg ist eine Größe der kalifornischen Garage Rock-Szene. Stilprägend mit The Intelligence, war mal bei den Osees, als sie noch Thee Oh Sees hießen. Sein zweites Soloalbum offenbart all seine Stärken. Catchiness und Komplexität liegen den Songs zugrunde. So herrliche Melodien sind dabei, wie auch arg Verschwurbeltes.

Die Punk-Platte des Monats: Richard Rose – Radiation Breeze

Hinter Richard Rose verbergen sich Namenlose, die sich bei Bands, wie Ex-Cult, GØGGS, OBN III’s oder Bad Sports einen Namen gemacht haben. Hier haben wir tollen Punk, der hart, dann wieder leicht schwebend daherkommt. Jazz ist dabei, Prog auch, insgesamt ist es aber wirklich gute, handgemachte Rock-Musik.

Die Psych Folk-Platte des Monats: The Left Outsides – Are You Sure I Was There?

Das Duo aus London legt ihr neues Werk zaghaft und melancholisch an. Damit ist ihnen eine großartige Herbstplatte gelungen, die sich nach öden Tagen anfühlt, an denen man sinnlos durchs Fenster ins Graue starrt. Doch dann reist der Himmel auf und etwas Sonne schaut heraus. Dieser Aufbruch fällt dann sogar doomig aus. Warum nicht?

Die beste Folk Rock-Platte des Monats: Lykantropi – Tales to be Told

Eine gediegene Reise in die 1970er, als alles noch viel unbeschwerter war und die Wälder voller Geheimnisse und nicht voller Müll. Die Schweden legen das dritte Album in vier Jahren vor und haben dennoch immer noch was zu erzählen. Da ist viel Staub drauf, aber darunter schimmert es gar herrlich.

Die bunteste Platte des Monats: Acid Carousel – The Most Oddest Thing

Das Psych-Kollektiv war bisher nie um Wahnsinnstaten verlegen. Hier geht es vergleichsweise gesittet zu, auch wenn weiterhin Konfettikanonen explodieren. Die Beatles, die noch einen Trip nachlegen, obwohl der aktuelle eigentlich schon reichen würde.

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