Monatsrückblick: Die 5 besten Platten im Dezember 2020

Das Album des Monats kommt von Mohama Saz.

Das Album des Monats: Mohama Saz – Quemar Las Naves

Moderner Psych Rock trifft auf traditionellen Tuareg. Das Orientalische auf dem neuen Album der Spanier ist genau das, was man in grauen Zeiten benötigt. Man kann in die Ferne schweifen, dorthin, wo die Farben noch leuchtender sind und der Sand die Haut bedeckt. Eine tiefsinnige Reise voll glückseliger Momente. Prall, dennoch leichtfüßig.

Das Remix-Album des Monats: Osees – Panther Rotate

John Dwyer überarbeitet das aktuelle Osees-Album „Protean Threat“ und lenkt den zackigen Garage Psych in experimentellere Bahnen. Elektronische Sounds dominieren, die Verfremdungen lassen nichts mehr von den Originalen übrig. Der neue Blick eröffnet ganz andere Qualitäten. Eine hektische Zwei-Minuten-Punk-Nummer kann auch als Ambient-Track funktionieren.

Die Fuzz Punk-Platte des Monats: Kookaburra – Dry Eyes / White Mice

Der erste Longplayer der Belgier setzt da an, wo ihre EPs aufgehört haben. Es gibt überdrehten Fuzz Punk. Aber nicht nur das. Ausflüge zu Surf, Psych und Garage Rock, sogar Post Punk, werden gewagt und sie führen immer zum Ziel. Räudig, aber auch eingängig. Beim Fuzz gestartet und nun zum großen allumfassenden Rock-Album unterwegs?

Die Kraut Techno-Platte des Monats: Flying Moon In Space – dto.

Die Leipziger fahren auf ihrem Debütalbum deutsche Qualitäten auf. Detailverliebte, technoide Kompositionen werden angeboten, die Kraut und Psych Rock einbinden. Sehr genau, sehr mitreißend. Der satte Rock-Song steht neben der angenehm fließenden Elektro-Nummer. Doch so ganz fassen lässt sich die Musik nicht. Egal, der Funken ist übergesprungen. Vor allem dann, wenn es zurückhaltend poppig wird.

Das gefühlvollste Album des Monats: Alex Maas – Luca

Der Texaner wendet sich auf seinem Solodebüt vom wuchtigen Psych Rock, den er normalerweise mit den Black Angels macht, ab. Es ist ein sanftes Album, das seiner Stimme sehr viel Raum gibt. Mehr Portishead als 13th Floor Elevators. Gewidmet seinem gleichnamigen Sohn beschreibt Maas die Veränderungen, die mit so einem neuen Leben mit sich kommen. Eine Wohltat.

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